Chilis im Topf
Scharfe Balkonpflanzen
Wenn die Balkonbepflanzung ein wenig zu brav geraten ist, bringen Chilis die Extraportion Würze.
Achtung, feurig!
Die scharfen Schoten der Chili sind alte Bekannte, sie wurden bereits Ende des 15. Jahrhunderts von Botanikern erwähnt. Christoph Kolumbus entdeckte das Gewürz und brachte es aus Südamerika nach Europa. Nach und nach wurde es in den Küchen vieler Länder, vor allem Südeuropas heimisch. Heute ist sie in aller Munde! Tipp: Bevor es Tränen gibt, schnell ein Stück Banane essen und das Brennen verschwindet sofort!
Pflanztipp
Der Anbau ist einfach, wenn man ihre Herkunft beachtet: Die Pflanzen brauchen einen windgeschützten Platz in voller Sonne und Temperaturen über sieben Grad. Gut eignet sich die Topfkultur, dann kann man die Chilis in kühlen Nächten bis Mitte Mai ins Haus holen. Unter Glas gedeihen sie ohnehin am besten. Für das Freiland empfehlen sich spezielle kältetolerante Sorten. Man mischt in die Topferde Langzeitdünger und alten Kompost, denn junge Pflanzen reagieren allergisch auf hohe Nährsalzgehalte. Schon bald brauchen sie Stützstäbe, damit ihre Triebe nicht unter der Erntelast brechen. Pfiffige Gärtner nehmen den Pflanzen die erste Blüte, die sogenannte „Königsblüte“, dann tragen sie noch viel mehr. Und wenn man sie lässt, sogar über Jahre. Der Trick: Rechtzeitig eingeräumt, lassen sich Chilipflanzen hell und bei zehn Grad überwintern. Die folgende Ernte fällt dann noch üppiger aus.
Fix & fertig
Die Chili-Sorten "Apache" und "Red Missile" sind feurigscharf, "Merida" ist aromatischsüß. Die Pflanzen sind schon vorgezogen, je zwei Stück für ca. 5 Euro (Kiepenkerl).
Quelle: Zuhause Wohnen, Ausgabe 04/2010
Zuhause Wohnen, Ausgabe 05/2012





