Energiesparen durch neue Fenster
Thermo-Check: Wie dicht sind Ihre Fenster?

An fast allen älteren Häusern findet man Wärmebrücken an den Fenstern. Finden Sie heraus, ob Ihres dazugehört, denn mit neuen Fenstern sinken die Heizkosten beträchtlich.
Dichte Fenster 1

ZUM STIL DER ARCHITEKTUR eines Altbaus sollten natürlich auch die modernisierten Fenster und Türen passen. Aktuelle Systeme kombinieren auf Wunsch eine traditionelle Formensprache in der Fensterteilung mit den neuesten Vorgaben beim Energiesparen (Rekord).

Wenn es im Winter knackig kalt ist und Sie am Fenster sitzend einen Kältezug spüren, wird es Zeit, die Fenster auszutauschen. Dann ist entweder der Rahmen undicht, die Glasscheibe schlecht isoliert oder beides. Weiteres Indiz: Entdecken Sie bei Frost einen dünnen Wasserfilm auf der Innenseite des Fensterrahmens, ist die Luftfeuchtigkeit an der unzureichend gedämmten Scheibe kondensiert und sammelt sich am unteren Schenkel. Dritte Variante: Sie machen den Thermo-Check.

DER VERBUND von Holzrahmen, isolierendem Thermoschaum, Alu-Abdeckung und Dreischeiben-Isoglas erfüllt den strengen Standard für Passivhäuser. Zusätzlich verfügt das Fenster aus der „Edition 4“ noch über einen innenliegenden Sonnenschutz, abgedeckt mit einer vierten Glasscheibe (Internorm).

Rund 60 Prozent aller Fenster in deutschen Altbauten sind energetisch völlig überholt. Damit sind nicht nur die vereinzelt noch anzutreffenden Einscheibenverglasungen gemeint, sondern alle Gebäude, die bis Mitte der 1990er-Jahre errichtet wurden. Denn bis dahin wurden unbe schichtete Zweischeiben-Isoliergläser mit einem Uw-Wert von 2,8 W/m2K (Wärmedurchgangswert) als Standard verbaut.

Neueste Hightechfenster mit einer Vierscheibenverglasung erreichen inzwischen den Uw-Wert von 0,7 W/m2K (s. oben) und somit eine wesentlich bessere Wärmedämmung: Eigentümer eines Hauses aus den 80er-Jahren mit gut 30 m2 Fensterfläche im damaligen Standard könnten durch eine Modernisierung auf die neueste Fenstertechnik im Jahr bis zu 750 Liter Heizöl einsparen.


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Quelle: Zuhause Wohnen, Ausgabe 09/2010

Autor: Jürgen Leitner