Autor: Arne Janssen, im Interview: Carsten Schmidt
Unser Experte: Carsten Schmidt ist Schwimmteichbauer (www.teichundgarten.de) und Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für naturnahe Badegewässer e. V. (www.dgfnb.de).
Wie entscheiden: Pool oder Schwimmteich?
Ein Schwimmteich wertet den Garten optisch und gestalterisch auf – ein wichtiger Punkt bei Schlechtwetterzeiten oder im Winter. Er bietet zudem vielfältige Möglichkeiten zur Erholung, Beobachtung und zum Sport. Das Wasser ist durch die genügend große Pflanzenzone natürlich aufbereitet und daher nie so steril wie in einem Pool. Vorhandene Schwimmbecken lassen sich meist einfach zu Schwimmteichen umbauen.
Wie groß sollte ein Schwimmteich sein?
Die Maße richten sich nach der Art der Nutzung und deren Platzbedarf. Als Richtwert kann man sagen: Eine Hälfte der Fläche dient zum Baden, die andere den Pflanzen zur Wasseraufbereitung. Eine gängige Größe sind 60 m² Gesamtfläche, hier bleiben also 30 m² zum Schwimmen. Kleinere Anlagen von 15 bis 20 m² Gesamtfläche eignen sich als Tauchbecken neben der Sauna oder regen bei Kneipp-Anhängern den Kreislauf an.
Wie hoch ist der Pflegeaufwand?
Er richtet sich nach dem ästhetischem Empfinden des Besitzers und den Biomasseeinträgen von außen, z. B. durch Laub. Einmal jährlich werden Mulm und Sedimente auf dem Teichgrund abgesaugt. Laufende Arbeiten wie z. B. Reinigen von Schmutzkörben oder Pflanzenpflege nehmen pro Woche maximal eine Stunde in Anspruch.
Was ist mit Frosch, Mücke & Co?
Es siedeln sich alle Tiere an, die zu einem funktionierenden Gewässer gehören: Frösche, Molche oder verschiedene Vogelarten sind häufige Gäste am Teich. Eine Mückenplage wird durch die im Wasser lebenden Fraßfeinde vermieden. Gelbrandkäfer, Kaulquappen oder Libellenlarven vertilgen die Larvenstadien der Mücken. Setzen Sie jedoch keine Fische ein – die Wasserbelastung durch Kotreste und Futterrückstände wäre zu groß.
Quelle: Zuhause Wohnen, Ausgabe 07/2009
Zuhause Wohnen, Ausgabe 05/2012