Alles für den gemütlichen Winterabend
Spieleabend!

Dunkle Winterabende können so gemütlich sein: Wenn Freunde oder die Familie zu einer lebhaften Spielerunde zusammenkommen, sind Langeweile und Kälte schnell vergessen. Wir zeigen Klassiker, tolle Neuheiten und Accessoires fürs Naschwerk.

Die Tage sind kurz, die Abende dafür umso länger – da bleibt man am liebsten gemütlich zu Hause, vor allem, wenn es draußen regnet und stürmt. In die Geborgenheit der eigenen vier Wände kehrt eine Tradition zurück: der Spieleabend. Jung und Alt sitzen am Tisch, Freunde und Familie lachen zusammen, es wird gebangt, gewonnen, diskutiert, man verbündet sich – und manchmal muss man eben auch verlieren können. Nicht selten hilft diese Erfahrung auch im richtigen Leben. Meist werden Niederlagen vom Gastgeber mit leckeren Häppchen wettgemacht: Nüsse als Nervennahrung oder gesunde Gemüsesticks mit Dipp. Appetitlich serviert, verwandeln sie das Aussetzen in der Spielerunde zur köstlichen Pause – danach gelingt der Endspurt.

Die Auswahl an Spielen ist gigantisch: Kartenklassiker wie Rom mé, Doppelkopf oder Skat begeistern ebenso seit Jahrzehnten wie die Brettspiele Schach, Backgammon oder Mühle. Für Gruppendynamik sorgen „Mensch ärgere dich nicht“, „Twister“ oder „Monopoly“, komplexe Strategiespiele wie „Siedler von Catan“ sind etwas für Tüftler mit Ausdauer. Die Branche selbst legt hohe Qualitätsstandards an, seit Ende der 1970er kürt der Verein „Spiel des Jahres“ die besten Neuheiten: 2011 war es „Qwirkle“. Gesellschaftsspiele sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon in der Antike würfelten Griechen oder Römer um die Wette, häufig reichten ein paar Kieselsteine, um unseren Spieltrieb anzuregen. Kinder probieren sich im Spiel aus und schlüpfen in neue Rollen.

Das ist auch ein Anreiz für Erwachsene, die oft erst im Spiel ihren wahren Charakter zu zeigen scheinen. Jeder kennt sie, zum Beispiel den typischen Schummler: Er mopst heimlich Geld aus der Bank oder rückt unbemerkt zwei Felder weiter, sobald er sich unbeobachtet fühlt. Aber auch der Ehrgeizige, für den Verlieren keine Option ist, sollte als Kontrahent nicht unterschätzt werden. Er nimmt die kleinste Unstimmigkeit zum Anlass für hitzige Diskussionen, gern auch mit dem eigenen Ehepartner. Einzig der Schussel wird selten gefährlich: Er verschläft grundsätzlich seinen Einsatz und für ihn bleibt das Regelwerk bis zum Schluss ein Mysterium.


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Quelle: Zuhause Wohnen, Ausgabe 01/2012