Machen Sie Ihr Haus einbruchssicher

Geben Sie Einbrechern keine Chance

Immer mehr Einbrüche und die Polizei ist meist machtlos. Deshalb sollte jeder sein Haus oder seine Wohnung selbst besser sichern. Das ist gar nicht schwer und auch nicht so teuer. Was wirklich sinnvoll ist, sagen wir Ihnen hier.
Sicherheitssysteme gegen Einbruch

167 136 Einbrüche gab es 2015 in Deutschland, 10 % mehr als im Jahr davor. Über 40 % davon waren allerdings abgebrochene Versuche. Ist ein Einbrecher nicht innerhalb von fünf Minuten im Haus, gibt er meist auf. Denn die Gefahr, überrascht zu werden, wächst von Minute zu Minute. Aufgeklärt werden zurzeit nur gut 15 % der Delikte. Als aufgeklärt gilt ein Einbruch bereits dann, wenn ein Verdächtiger ermittelt wurde. Doch in weniger als 3 % der Fälle kommt es tatsächlich zu einer Verurteilung. 

 

Türen immer abschliessen

In Sekunden öffnen organisierte Banden mit einem kleinen Stück von PET-Flaschen nicht abgeschlossene Haus- und Wohnungstüren. Also: Den Schlüssel stets rumdrehen, auch wenn Sie zuhause sind. Wollen Sie eine neue Eingangstür einbauen lassen, achten Sie auf die DIN EN 1627 für einbruchhemmende Türen. Den Einbau sollten Fachbetriebe ausführen, die von der Polizei empfohlen werden (k-einbruch.de/partner). Gut geeignet zum schnellen Nachrüsten, auch in der Mietwohnung, sind Querriegelschlösser, die fest im Mauerwerk verankert werden (ab ca. 160 Euro).

 

Beruhigt in den Urlaub

Kündigen Sie Ihre Ferien lieber nicht auf Facebook an, auch nicht auf dem Anrufbeantworter. Bestellen Sie die Tageszeitung ab und bitten Sie Freunde oder Nachbarn, Ihren Briefkasten regelmäßig zu leeren. Installieren Sie mehrere Zeitschaltuhren für die Beleuchtung und die Rollläden mit verschiedenen Schaltzeiten. Verwenden Sie Kofferanhänger mit verdeckter Adresse. Denn, so die Polizei, in letzter Zeit wurden immer wieder Anhänger auf Flughäfen fotografiert, um leere Wohnungen auszuspähen. 

 

Sichere Codes

Eine Fernbedienung bei Garten- und Garagentoren ist praktisch, aber leider nicht völlig sicher. Profis können den Funkcode auslesen und die Steuerung überlisten. Erst seit 2013 gibt es Geräte mit bidirektionalem Funksystem, das nicht zu knacken ist (z. B. von Hörmann). Einbrecher kommen nicht nur nachts. Sie nutzen Zeiten, wenn keiner zuhause ist, gern in der Dämmerung. Die meisten Einbrüche passieren nicht zu Ferienzeiten, wie viele annehmen, sondern in den Wintermonaten von Oktober bis Januar. Ein guter Schutz ist eine aufmerksame Nachbarschaft, die verdächtige Personen anspricht und sie bei fadenscheinigen Ausflüchten sofort bei der Polizei meldet. 

 

Fenster niemals gekippt lassen

Aufhebeln lassen sich geschlossene Fenster älterer Bauart mit einem einfachen Schraubenzieher. Deshalb sollten sie mit abschließbaren Schlössern (ab ca. 50 Euro, z. B. von Abus) ausgerüstet werden. Das macht am besten ein Fachbetrieb. Kellerfenster kann man mit eingemauerten Gittern schützen. Kellerschächte sind gut mit abschließbaren Rosten zu sichern. Rollläden ersetzen keine mechanische Sicherung der Fenster, aber sie sind zusätzlich sinnvoll, wenn sie abschließbar, nicht hochschiebbar und nicht aufzuhebeln sind. 

 

Moderne Gaunerzinken

Aufgepasst! Mit unscheinbaren Zeichen an Eingangstüren informieren sich Einbrecher untereinander über den Zustand der Wohnungsbesitzer. Am besten fotografieren, die Polizei informieren und dann entfernen oder übermalen. 

 

Immer gut versichert

Hausratversicherungen zahlen bei Einbruchschäden schnell und zufriedenstellend, ergab eine Studie unter Betroffenen. Aber oft wird die Versicherungssumme nicht dem wachsenden Wohlstand angepasst. Oder: Man kann nicht nachweisen, dass man Wertvolles tatsächlich besessen hat. Also: Wichtiges fotografieren, Seriennummern notieren und eventuell einen Safe einbauen. Oder Sie mieten ein Schließfach bei der Bank. 

 

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