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Bauen mit Lehm - ideal für ein gesundes Wohnklima

Lehm gilt als ältester Baustoff, er wird seit Jahrtausenden verwendet und ist vielseitig. Auch in Deutschland ist die Erfahrung damit groß. Wir zeigen, was ihn auszeichnet

Tipps für bauen mit Lehm

Kennen Sie Lehm nur als Baustoff für einfache Hütten? Irrtum! Auch in Deutschland hat Lehm eine lange Tradition bei Fachwerkhäusern und findet in der ökologischen Architektur wieder großen Anklang. Der Baustoff aus der Natur, ein Mix aus Ton und feinstem Sand, bietet viele Vorteile: Er ist schadstofffrei, kann Wärme gut speichern, bindet Gerüche, gleicht Luftfeuchtigkeit aus und erzeugt ein angenehmes Raumklima. Moderne Verfahren erweitern den Einsatz von Lehm zu einem regional gut verfügbaren, wohngesunden Allrounder. Einziger Nachteil: Lehm muss vor Regen und Durchfeuchtung geschützt werden.

Stampflehm

Bei dem traditionellen Verfahren wird der feuchte Lehm in eine Schalung gegeben, eventuell mit dekorativen Farbpigmenten oder Kieseln gemischt und verdichtet.

Lehmsteine

Das Material wird zu Blöcken geformt und nur getrocknet statt gebrannt. Lehmsteine werden zu massiven, teilweise auch tragenden Wänden verarbeitet.

Lehmbauplatten

Sie werden industriell hergestellt, sind etwa einen Zentimeter dick und leicht zu verbauen. Geeignet für nicht tragende Zwischenwände, verbessern sie ebenfalls das Raumklima, speichern aber nicht so viel Wärme wie eine massive Lehmwand. Die Oberfläche wird anschließend mit Lehm verputzt und dann mit einer Lehmfarbe gestrichen. Die Platten gibt es auch mit integrierten Rohrschlangen für eine Wandheizung. Weitere Infos: dachverband-lehm.de