Deko-Tipps

Bilder richtig aufhängen

Höher, tiefer, enger zusammen, weiter auseinander? Hier sind die wichtigsten Regeln zum Aufhängen von Bildern in Ihren vier Wänden.
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Einzelbilder

Die Wand für ein einzelnes Bild sollte nicht zu groß sein, sonst wirkt es verloren. Am besten ist eine räumlich begrenzte Fläche, z.B. zwischen zwei Fenstern, oder der Bezug zur Einrichtung. Über einem niedrigen Möbel wie Sofa, Sideboard oder Bett kommt ein einzelnes, großformatiges Bild ideal zur Geltung, sofern die Proportion darauf abgestimmt ist. Um seinen Effekt zu verstärken, sollten Sie keine anderen Bilder in der Nähe platzieren und darauf achten, dass es auf Augenhöhe angebracht ist. Die wiederum hängt vom Ort ab: Im Flur, wo man meist steht, werden Bilder höher aufgehängt als im Wohnzimmer, wo man in der Regel sitzt. Auch die Wandfarbe hat Einfluss auf die Wahrnehmung des Bildes, sie sollte weder mit Motiv noch Passepartout oder Rahmen konkurrieren.

Hängt das schief? Warum bringt der eine Bilder mit der Wasserwaage akkurat an die Wand und der andere schlägt einfach den Nagel ein, wo es ihm gefällt? Symmetrie ist uns vertraut aus der Natur. Dort herrscht Gleichmaß und Harmonie. Beim Menschen ist das Bedürfnis danach unterschiedlich stark ausgeprägt. Wie ist es bei Ihnen, bringen Sie alles ins Lot oder lassen Sie fünfe gerade sein?

Bilderreihen

Lange Wände gewinnen durch Reihungen an Attraktivität. Mehrere Bilder in gleicher Größe entfalten hier nebeneinander ihren Reiz. Als harmonische Einheit empfinden wir sie, wenn alle auf einer Höhe formiert und die Abstände zwischen den Bildern gleich sind. Wenn Sie zusätzlich identische Rahmen verwenden, wird der Eindruck der Zusammengehörigkeit noch verstärkt. Natürlich können Sie auch unterschiedlich große Bilder in Reihe hängen. Achten Sie dann aber darauf, dass sie einen Bezug zueinander haben. Das kann die Ober- oder Unterkante der Rahmen sein, alternativ richten Sie die Bilder an einer gedachten Mittellinie aus. Eine Bilderreihe kann nach den gleichen Regeln auch senkrecht angeordnet werden.

Senkrechtstarter
Diese Bilderreihe orientiert sich an einer gedachten Mittelachse, die Rahmenkanten schließen exakt ab. Hier bildet ein Wandprofil die bauliche Vorgabe für eine vertikale Arrangement.

Am besten linientreu
Unterschiedlich große Bilder reihen sich zur Einheit und schmücken z. B. die Wand hinterm Bett, wenn ihre Unterkanten auf gleicher Höhe liegen.

In aufsteigender Linie
Bei einer Treppe folgt die Bilderreihe ganz organisch den ansteigenden Stufen. Der Abstand vom Boden zur unteren Bildkante ist immer gleich.

Achsen

Ob große Wandfläche oder kleine Nische; Bildergruppen lassen sich äußeren Gegebenheiten stets anpassen. Da kann ein Wandvorsprung zur Galerie werden oder eine Nische zur Gemäldeausstellung. Wer Bilder in unterschiedlichen Formaten arrangieren möchte, richtet diese an gedachten Bezugsachsen aus. Das sind senkrechte und waagerechte Linien, an denen die Bildkanten fluchten. Den Mittelpunkt einer solchen Gruppe sollte immer ein größeres oder vom Motiv her wichtiges Bild darstellen. Darum herum werden dann mittlere und kleinere Formate platziert. Eine solche Bildergruppe kann stetig weiterwachsen, bis Ihnen die Wand oder Nische gut gefüllt erscheint.

Geordnetes Chaos
Vertikale und horizontale Achsen bringen Struktur in diese Bilderwand aus verschiedenen Formaten. So wirkt die Komposition ausgewogen. Schönes Bindeglied: Stoffe als Passepartouts.

Drunter und drüber
Eine imaginäre waagerechte Linie dient bei diesem Ensemble aus Wassermotiven zur Ausrichtung der unteren bzw. oberen Rahmenkanten.

Raster

Haben in einer Gruppe alle Bilder die gleiche Größe, bietet sich die Anordung in einem exakten Raster an. Das heißt, die Bilder werden symmetrisch in mehreren Reihen mit gleichen Abständen nach oben und unten sowie zu den Seiten aufgehängt. Einheitliche Rahmen sind bei dieser Aufhängungsart wünschenswert, denn sie verstärken den Eindruck der Zusammengehörigkeit. Wer einen originellen Akzent setzen möchte, lässt einen Rahmen farblich aus der Reihe tanzen. Auch die Motive sollten bei der Rasterhängung zusammenpassen und entweder farblich oder thematisch eine logische Einheit ergeben. Mit Passepartouts können zu große oder zu kleine Motive problemlos an das gewünschte Format angepasst werden.

Klare Kante
Schwarz-Weiß-Fotos im identischen Format entfalten eine tolle Gesamtwirkung, wenn man sie als kompakte Gruppe in Rasterhängung präsentiert. Eine farbige Wand als Hintergrund verstärkt den Effekt.

Gedachter Rahmen

Es gibt noch eine andere Methode unterschiedlich große Bilder zu klammern: Sie werden in einem gedachten äußeren Rahmen organisiert. Typisch sind quadratische oder rechteckige Flächen, ebenso ist aber auch ein Kreuz oder eine Kreisform denkbar. Innerhalb dieses äußeren Rahmens ist dann erlaubt, was gefällt. Achten Sie aber auf die Abstände: Kein Bild sollte zu dicht an oder weit von einem anderen gehängt werden. TIPP: Bildergruppen immer zuerst auf dem Fußboden ausprobieren: Mit Malerkrepp den äußeren Rahmen festlegen, Bilder arrangieren, Abstände und Positionen ausmessen, auf die Wand bringen und erst dann Nägel einschlagen.

Das Quadrat als Maß der Dinge
Geometrische Formen sind uns vertraut und werden schnell wiedererkannt. Daher gefällt die lockere Aufhängung verschiedener Formate zu einem viereckigen Gesamtbild.

Runde Sache
Auch wenn der gedachte Kreis nicht gleich ins Auge springt, hält er doch die Motive im Arrangement zusammen und verhindert, dass die Platzierungen beliebig wirken. Witzig: Hier stößt Rahmen an Rahmen.