Heizkosten bei Altbauten sparen
Altbauten in gewachsenen Wohnvierteln sind zwar sehr beliebt, haben aber meist eine schlechte Energiebilanz. Mit unseren sechs Tipps können Sie die Heizkosten spürbar senken. Das hilft Eigentümern wie Mietern, die Zeit bis zu einer gründlichen Sanierung zu überbrücken.-
Schöner Altbau – hoher Energieverbrauch Rund 88 % aller Deutschen leben in einem Haus mit Baujahr vor 1990. Der Energieverbrauch ist im Vergleich zum Neubau viel zu hoch. Eine kostenträchtige gründliche Renovierung erfolgt meist erst dann, wenn das Haus verkauft oder vererbt wird und die neuen Eigentümer das Gebäude ihren Bedürfnissen anpassen. Je älter der Bau ist, umso mehr lohnt es, auch mit preiswerten Details die Energiebilanz zu verbessern. Die Heizkosten sinken, ohne gleich das Familienbudget mit einem Sanierungskredit zu belasten.
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1.Tapete reflektiert Wärme Aus dem Flugzeugbau stammt das diffusionsoffene Thermovlies „Klima Tec“. Es wird mit Spezialkleber auf Außenwänden angebracht und entkoppelt das Mauerwerk thermisch vom Raum. Das verkürzt die Anheizzeit und spart bis zu einem Drittel Energie, da nicht erst die kalte Wand erwärmt werden muss, bevor im Raum angenehme Temperaturen herrschen. Das Vlies schützt zudem vor Schimmel, überbrückt Mauerrisse und verbessert den Schallschutz. Es ersetzt jedoch keine bauphysikalisch korrekte Fassadendämmung.
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2. Fensterfolie isoliert Große Fenster öffnen jeden Raum zur Sonne. Sofern kein modernes, gut dämmendes Wärmeschutzglas eingesetzt worden ist, sind sie aber ein Energieleck: Im Sommer überhitzt die Sonne den Raum, im Winter geht kostbare Heizwärme verloren. Die Spezialfolie „Luxasolar Clear View“ hilft, in den heißen Monaten Hitze auszusperren und in der kalten Jahreszeit die Wärme im Raum zu halten, denn sie blockiert 99 % der ultravioletten Sonnenstrahlen und 93 % der Infrarotwärme. Damit spart sie bis zu 25 % der Energiekosten ein, ohne natürlich die Sicht zu beeinträchtigen. Zusätzlich schützt „Luxasolar“ Textilien vor dem Vergilben, reduziert die Blendwirkung und verbessert die Bruchsicherheit des Glases. Die Folie wird von Fachpersonal auf der Innenseite der Scheiben aufgebracht. Zehn Jahre Garantie, Kosten inkl. Montage ca. 90 Euro/m2 (Protect ES-Solar).
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3.Fenster abdichten In Altbauten sind vor allem Fenster eine Schwachstelle: Holz- wie PVC-Rahmen verziehen sich und werden undicht – durch die Ritzen pfeift der Wind. Bewährt seit langem sind Dichtungsbänder aus Schaumstoff (Spaltbreiten bis 3,5 mm) oder Moosgummi mit verschiedenen Profilen (Spaltbreiten bis 5 mm).
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4. Dämmen der Rohre Jedes Haus hat viele Meter Rohrleitungen, für Heizung sowie Warmwasser. Rohrdämmung ist schon lange vorgeschrieben, jedoch fallen in älteren Privathäusern fehlende Rohrmanschetten oft erst auf, wenn die Heizung erneuert wird. Dabei lassen sich die auf Putz montierten Rohre mit „Misselon- Robust-Manschetten“ unkompliziert isolieren.
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5. Lüfter mit Wärmerückgewinnung Erst regelmäßiges Lüften sorgt für angenehmes Raumklima und garantiert, dass Wasserdampf aus dem Bad oder Küchendünste schnell abziehen. Der Haken: Berufsstätige haben kaum Zeit, ausreichend zu lüften, und im Winter entweicht selbst beim Stoßlüften (10 Min. Durchzug) zu viel Heizwärme ins Freie. Der Lüfter „WRG 35“ löst das Problem. Das Gerät wird mit einer Kernbohrung in die Außenwand eingesetzt und an eine Raumsteuerung angeschlossen.
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Der Lüfter sorgt für eine kontrollierte Be- und Entlüftung, wobei 70 % der Raumwärme über einen integrierten Kreuzstrom-Wärmetauscher auf die frische Zuluft übertragen wird. Das senkt die Heizkosten. Die frische Luft wird gleichzeitig gefiltert und strömt zugfrei ins Zimmer. Geeignet für Räume bis 30 m², Preis ca. 1600 Euro plus Montage (Maico).
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6. Sparsame Heizpumpe Der Einbau einer neuen Pumpe für den Heizungskreislauf lohnt sich bei einem typischen Einfamilienhaus schon nach zwei bis drei Jahren, vorausgesetzt, die Pumpe entspricht der Energieeffizienzklasse A. Das Modell „Stratos Eco“, Sieger bei Stiftung Warentest, senkt die Stromkosten für den Heizbetrieb im Vergleich zu alten, ungeregelten Pumpen um bis zu 120 Euro pro Jahr. Der Austausch gegen die Hocheffizienzklasse wird seit 2009 durch das Zuschussprogramm „Energieeffizient sanieren – Sonderförderung 431“ mit bis zu 25 % der Kosten, mindestens jedoch 100 Euro gefördert. Für den nachträglichen Antrag bei der bundeseigenen KfWBank (Formulare unter www.kfw.de) reicht die Rechnung eines Installateurbetriebs mit dem Verweis auf die Effizienzklasse A. Inklusive Einbau kostet die Pumpe ca. 360 Euro (Wilo).









