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Welches Licht wofür? Behagliche Lichtinseln und gezieltes Licht im Wohnzimmer

Ganz schön hell! In diesem Monat drehen sich die Einrichtungsfragen rund um die richtige Beleuchtung. Wir zeigen wie Sie Räume ins richtige Licht rücken.
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Innenarchitekt Harry Grieshaber von der ZUHAUSE WOHNEN-Wohnberatung

DAS PROBLEM: Die schönste Einrichtung wirkt ungemütlich, wenn sie nicht ins rechte Licht gesetzt wird. Aber welche Wirkung haben die einzelnen Leuchten, welche und wie viele brauche ich?

GRIESHABERS RAT: „Mit der richtigen Beleuchtung kann man in der Tat Erstaunliches aus seinen vier Wänden machen. Kleine Räume erscheinen größer, niedrige höher und finstere Ecken gehören mit der passenden Lampe der Vergangenheit an. Grundsätzlich gibt es zwei Leuchtenarten – fest eingebaute und bewegliche. Ich empfehle, eine Mischung aus beiden einzuplanen. Ortsfeste Leuchten sollten immer eine Fläche bescheinen, von der das Licht dann indirekt abstrahlt. Das können Wände, die Decke oder Möbelfronten sein. Bewegliche Leuchten wie Tisch- oder Stehlampen müssen in den Proportionen zu den Möbeln passen: Auf ein kleines Sideboard gehört eine zierliche Leuchte, zum üppigen Sofa ein ausladendes Modell. Platzieren Sie die Leuchten so im Raum, dass sich Lichtinseln ergeben, z. B. rund um den Esstisch, am Bett oder vor dem Kleiderschrank. Es sollte dabei kein Bereich völlig im Dunkeln bleiben. Mit dimmbaren Modellen kann zudem die Lichtstimmung variiert werden. Das ist wichtig am Esstisch, wenn man nach dem Speisen noch gemütlich sitzen möchte. Bei den Leuchtmitteln plädiere ich für Niedervolt-Halogen- oder LED-Lampen, beide sind sehr langlebig und spenden warmtoniges Licht. Bei speziellen Einbausituationen sollten Sie sich vom Fachmann beraten lassen.“

 

Behagliche Lichtinseln und gezieltes Licht im Wohnzimmer 

HINTER ZIERLEISTEN (z. B. von NMC) können Lichtquellen (LEDs oder Leuchtstoffröhren) versteckt werden. Sie erhellen durch einen Spalt die Decke. Das lässt niedrige Räume höher erscheinen. IN DIE DECKE eingelassene Downlights werden in Gruppen oder Reihen angeordnet. Sie schaffen ein helles Allgemeinlicht. EINE HÖHEN- VERSTELLBARE PENDELLEUCHTE erhellt den Esstisch optimal. Ihr Lichtkegel wächst, wenn sie heraufgeschoben wird, und erreicht auch bei ausgezogenem Tisch alle Plätze. EINE STANDLEUCHTE mit Leuchtkörper holt Ecken aus dem Dunkel und vergrößert den Raum optisch. Manche Modelle wirken fast wie Skulpturen. INDIREKTES LICHT hinter dem TV-Gerät wird von Experten empfohlen, denn es reduziert den für die Augen anstrengenden Helligkeitsunterschied zwischen Raum und Bildschirm. LED-Bänder mit Kleberücken (z. B. „ECO Stripe“ von Paulmann) lassen sich leicht am vorhandenen TV-Möbel oder der Bildschirmrückseite anbringen. WANDEINBAULEUCHTEN spenden gerichtetes Licht. Sind sie, wie hier, im unteren Wandbereich platziert, dienen sie als Orientierungs- oder Akzentlicht auf dem Boden. EINE TISCHLEUCHTE hinter dem Sofa schafft warmes Stimmungslicht. 8 EINE LESE- LEUCHTE ist ein Muss im Wohnzimmer. Sie sollte so ausgerichtet sein, dass sie die umliegenden Sofaplätze nicht blendet