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Nachtspeicherheizung: So heizen Sie richtig!

Eigentlich war das Ende der Nachtspeicherheizung-Ära bereits besiegelt und ab dem 31.12.2019 sollten sie nach und nach entsorgt werden. Doch dieser Beschluss wurde dann doch noch in letzter Sekunde vom Bundestag gekippt. Dieser Beschluss beinhaltete wie genau in Zukunft mit Nachtspeicherheizungen umgegangen werden sollte.

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Hier einige Beispiele:

  • Generell haben Nachtspeicherheizungen eine Laufzeit von 30 Jahren. Danach mussten sie entsorgt werden.
  • Hatte ein Gebäude fünf oder mehr Wohneinheiten, waren Nachtspeicherheizungen verboten. Egal, ob alle Immobilien im Besitz eines Einzelnen waren oder nicht.
  • Für Gebäude, die nicht einen Wohnzweck hatten, galt das Verbot, wenn die Fläche des Gebäudes mehr als 500qm betrug und mindestens vier der zwölf Monate auf mindestens 19 Grad geheizt wurde.

So heizen Sie richtig

Aber warum wird um das Heizen mit einer Nachtspeicherheizung so viel Wirbel gemacht? Da gibt es leider mehr Contras als Pros. Sie sind verschwenderisch, zum Teil schwer zu planen und vor allem sind sie sehr umweltunfreundlich, denn sie heizen mit Strom und davon brauchen so einiges. Sollte man aber doch in der Situation sein und bei sich in der Wohnung eine Nachtspeicherheizung zu haben, gibt es doch einige Tipps und Tricks, wie man trotzdem etwas an Strom und Geld sparen kann.

1. Planen ist das A und O
Behalten Sie immer den aktuellen Wetterbericht im Auge und planen Sie einige Tage im Voraus, wie Sie Ihre beheizt haben möchten. Nachtspeicherheizungen beinhalten sogenannte Formteine, die wiederum einen hohen Magnesitgehalt haben, die Temperaturen von bis zu 650°C erreichen können. Solch ein Stein, ein Mal erhitzt, heizt natürlich noch Tage lang nach. Sind daher wärmere Tage zu erwarten, Heizung ausstellen und die Restwärme nutzen. Und für nachts sollten Sie, sofern vorhanden, die Funktion “Nachtabsenkung” nutzen. Nachts sinkt dann die Temperatur auf einen bestimmten Wert.

2. Einstellungen kennen
Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt. Sofern eine Anleitung vorliegt, dann liest diese auch genau durch und lernt das Gerät kennen. Je besser man seine zwar wenige, aber dennoch wichtige Funktionen kennt, umso besser kann man die Heizung einsetzen und nutzen. Sollten Sie keine Bedineungsanleitung haben, dann sollten Sie schleunigst eine von Ihrer Hausverwaltung anfordern oder sonst direkt beim Hersteller nachfragen.

3.Temperaturschwankungen nicht unterschätzen
Wird die Temperatur der Heizung händisch geregelt, dann hat diese auch gewisse Fühler, die die Außentemperatur messen und dementsprechend das Heizverhalten anpassen. Die Temperatur wird aber meist tagsüber, also wenn es meistens am wärmsten ist, gemessen. Somit kann die Nachtspeicherheizung nicht starke Temperaturschwankungen von Tag und Nacht einberechnen – vor allem nicht gut bei den ersten Nachtfrösten im Jahr.
Um dieser Problematik entgegenzusteuern, haben modernere Geräte noch einen zusätzlichen Außenfühler, der noch nachts die durchschnittliche kälteste Temperatur misst.
Daher gilt: Haben Sie keinen Außenfühler, rüsten Sie nach. Und sofern Sie schon einen haben, aber dieser ist schon veraltet, tauschen Sie diesen aus.

4. Kein Tropenhaus bei sich zu Hause schaffen
Man glaubt es kaum, aber jeder Grad Celsius ist bares Geld. Senken Sie Ihre Raumtemeratur in Ihrer Wohnung über die Wintermonaten hinweg, so sparen Sie ganze 6% Ihrer Heizenergie. Wir empfehlen Ihnen daher folgende Richtwerte für das Heizen:

  • Wohnbereich 21°C
  • Schlafzimmer und Küche 17°C
  • nachts alle Räume 16°C
  • tagsüber 16°C

5. Analysieren der Heizkostenrechnung
Sie sollten auf jeden Fall ein Heizgutachten in Anspruch nehmen. Dieser nimmt sämtliche Punkte genau unter die Lupe, die Ihre Heizkostenrechnung ausmachen, z.B. die energetische Substanz Ihres Hauses, die Heizkosten und die Heiznebenkosten. Dieses Gutachten wird von Profis durchgeführt und ist somit eigentlich der erste und wichtigste Schritt zur Senkung Ihrer Heizkosten.

6. Nachtstromanbieter vergleichen
Haben Sie nun alles Erdenkliche versucht, getan und umgestellt was Sie konnten und Sie sind immernoch unzufrieden mit Ihrer Rechnung, dann bleibt nur noch eine Option: Vergleichen Sie die verschiedenen Nachtstromanbieter und wechseln Sie zu einem günstigeren Tarif. Nutzen Sie am besten dafür den Stromvergleich von Billigstrom.net. Zugegeben, die Anzahl der Anbieter für Nachtstrom ist lange nicht so groß wie die im Bereich des Haushaltsstromes, aber es lohnt sich trotzdem. Ein Vergleich ist in nur wenigen Schritten erledigt und kann Ihnen bares Geld sparen!

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