Tischlein, deck dich!

Tisch richtig eindecken

Es ist keine Zauberei, einen Tisch festlich zu decken. Wir erklären vom Service über Tischwäsche bis Deko, wie es richtig geht – und wie Sie improvisieren!
Tischdekoration

Tafelservice

Ein Festtagsgeschirr ist eine schöne Anschaffung – nur braucht man Platz zum Aufbewahren. Ein Service aus weißem oder einfarbigem Porzellan ist wochentags wie für Fei ern eine gute Basis, denn es lässt Ihnen viel Freiheit in der Wahl der Accessoires. Und meistens harmonieren auch das Alltagsbesteck und schlichte Gläser dazu.

Warmes Kerzenlicht

Teelichthalter

Kerzenschein zaubert sofort Atmosphäre. Allerdings versperren Leuchter oder gar mehrarmige Kandelaber meist die Sicht und nehmen kostbare Stellfläche weg. Optimal sind Teelichthalter wie „Rasp berry“ aus funkeldem Bleikristall, ca. 25 Euro (Orrefors).

Platz pro Person

Ein Gedeck wie rechts gezeigt nimmt zwischen 60 bis 80 cm ein, der Abstand zwischen Sitznachbarn sollte mindestens 20 cm sein. So hat jeder genügend Ellbogen freiheit. Reicht Ihr Tisch für viele Gäste wie zu Weih nachten nicht aus, improvisieren Sie: z. B. indem Sie eine größere Sperr holz platte auf den Tisch legen oder mit ein oder zwei weiteren Tischen ein L oder ein U bilden – je nach Raumgröße. Gleiche Tisch decken vereinheitlichen. Tipp: Stühle ohne Armlehnen an die Längsseiten stellen, das spart Platz, Armlehnstühle an die Stirnseiten stellen.

Richtig eindecken

Skizze

Der Platzteller markiert den Mittelpunkt des Gedecks. Grundregel: Einzelne Besteckteile nach der Menüfolge von außen nach innen anlegen. Gabeln links, die Messer und Löffel rechts vom Teller legen. Das Besteck für den ersten Gang liegt stets außen. Deckt man einen Brotteller ein, wird er auf der linken Seite des Speisetellers links neben oder über der Gabel platziert. Das Dessertbesteck kommt mittig über den Teller. Die Serviette liegt auf den Tellern oder links neben den Gabeln. Abhängig von den Speisen brauchen Sie zwei bis drei Weingläser und in je dem Fall ein Wasserglas. In der Regel sind es drei Gläser, dafür ist die Dreiecksform ideal: links für Rotwein, unten für Weißwein, rechts für Wasser. Tipp: Füllen Sie Wasser in Karaffen um, das sieht schöner aus als Flaschen.

Glanzvoller Mittelpunkt 

Teller

Auf der festlichen Tafel darf ein Platzteller nicht fehlen. Er ist größer als ein Speiseteller und die Basis des Gedecks, auf den das Geschirr des jeweiligen Ganges gestellt wird. Einen goldfarbenen Rand hat der Platzteller aus dem Service Hémisphère Gold, ca. 195 Euro (J. L. Co quet), ein winterliches Dekor trägt Étoile Givrée von Bernadaud, ca. 72 Euro (beide über Artedona).

Wie viele Gläser braucht man?

Gläser

Wer ein mehrgängiges Menü plant, sollte auch rechtzeitig die begleitenden Weine wählen – und die passenden Gläser. Vier verschiedene reichen völlig aus: für Champagner, Weißwein, Rotwein und Wasser. Zum Fest dürfen es Gläser sein, die im Kerzenschein funkeln und beim Anstoßen klingen – z. B. „Alexis“ aus Kristallglas, je ca. 100–120 Euro (Theresienthal).

Kleiner Tisch?

Auch wer nur einen kleinen Tisch hat, muss nicht aufs festliche Ambiente verzichten. Machen Sie es wie die Kellner im gehobenen Restaurant: Bringen Sie das jeweilige Gedeck von Gang zu Gang, dann steht nicht zu viel auf dem Tisch und die Gäste können sich freier bewegen.

Geschirrmix

Auch ein Geschirr mix hat seinen Reiz, weiße Tischwäsche hält ihn zusammen. Decken Sie den Tisch bunt gemischt komplett ein oder nehmen Sie für jeden Gang einen anderen Satz. Lieber sparsam dekorieren, Acces soires in Gold oder Silber als festliche Zutat sind hier ideal.

Deko

Ist für viele Gänge gedeckt und das Essen wird in Schüs seln und Platten aufgetragen, bleibt wenig Platz. Tischläufer, Streusterne oder nostalgische Oblaten gehen immer. Wer Tellergerichte aufträgt, kann die Mitte mit Weihnachtskugeln und Tannenzweigen schmücken.

Tischwäsche

Eine Tischtuch sieht festlich aus und schont das Möbel, empfindliche Flächen wie Holz oder Glas schützt zusätzlich eine Vliesauflage darunter. Alter nativen für große Tafeln sind z. B. Bettlaken oder schöne Meterware aus dem Kaufhaus. Auch eine Tapetenbahn ist attraktiv.

Zu viel Stress? So gelingt’s

Wenn Sie noch kein routinierter Gast geber sind, trauen Sie sich trotzdem an ein großes Fest heran. Was zählt, sind nicht viele Gänge oder üppige Deko, sondern die Atmo sphäre: Je entspannter Sie sind, desto mehr genießen Ihre Gäste den Abend. Kochen Sie Gerichte, die Sie gut beherrschen, und haben Sie Mut zur Improvisation.