Einrichtungstipps

Leben wie im Loft

Künstler in London und New York entdeckten leer stehende Lagerhallen als Erste für sich. Sie wollten offen und improvisiert wohnen – ein Einrichtungs-, aber auch Lebensstil. Heute ist daraus der Loft-Look geworden. Wir zeigen hier, wie er ganz ohne Fabrikmauern gelingt. Plus: Tipps von der Innenarchitektin

Weniger ist mehr

ZUHAUSE WOHNEN-Innenarchitektin Miriam Medri verrät, wie Sie mit Möbeln, Wand- und Bodengestaltung sowie den richtigen Accessoires überall Loft-Atmosphäre schaffen können

  • Große Fenster, freie Boden- und Wandflächen, dazu eine sparsame Möblierung: Das sind die Eckpfeiler des lockeren Looks.
  • Die Einrichtungsgegenstände sollten eher niedrig sein, das täuscht auch bei normalen Zimmerdecken luftige Höhen vor. Perfekt für den Stil sind Möbel in minimalistischem Design, z. B. Bauhaus-Klassiker wie die Sessel „LC2“ von Le Corbusier oder „Barcelona“ von Mies van der Rohe. Auch improvisierte Stücke mit Industriecharakter, etwa eine Alukiste oder Europalette mit untergeschraubten Rollen als Beistelltisch sind stimmige Elemente.
  • Üppige Gardinen passen nicht ins Ambiente. Besser, Sie entscheiden sich für Flächenvorhänge oder klassische Jalousien.
  • Tricksen Sie: Spiegelflächen, z. B. gegenüber der Fensterfront oder links und rechts davon, schaffen optisch Weite.
  • Der Fußboden in einem Loft ist charakteristisch. Großformatige Fliesen eignen sich ebenso wie Industrieparkett oder Laminat, das es in vielen designorientierten Oberflächen gibt, auch im Betonlook.
  • Gespachtelte oder mit Steinimitaten gestaltete Wände, die wie offenes Mauerwerk aussehen, wirken authentisch.
  • Die Beleuchtung sollte eher indirekt sein. Deckenstrahler öffnen den Raum nach oben, Bodeneinbaustrahler geben dem Raum Tiefe.
  • Ganz wichtig fürs Loft-Feeling ist eine reduzierte Deko mit wenigen großformatigen Elementen. Eine Bodenvase mit langstieligen Blüten, an die Wand gelehnte Bilder, das Fahrrad im Flur – Accessoires sollten wie zufällig abgestellt wirken.
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