Vollautomaten Kaffee auf Knopfdruck

Espresso oder Cappuccino? Mit Vollautomaten gelingen uns problem- los alle Kaffeespezialitäten – heiß, aromastark, mit typischer Crema oder Milchschaum. ZUHAUSE WOHNEN erklärt die Technik und stellt Modelle für jeden Anspruch vor.

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Im Thermoblock aus Alu-Guss wird das Wasser erhitzt und dafür durch ein gewundenes Rohr – das besteht hier aus Edelstahl – im Inneren gepumpt. Die parallel verlaufende Heizspirale übernimmt das Erwärmen. Das Wasser sollte nicht nur stets mit der richtigen Temperatur auf das Kaffeemehl treffen, sondern auch möglichst Kalkarm sein – ideal sind 8 bis 10 Grad deutscher Härte. Zu hartes bzw. kalkhaltiges Wasser lässt Kaffee bitter schmecken. Oft ist ein interner Filter vorgesehen, wer ihn wählt, erhöht die Lebensdauer seines Geräts.

Damit Kaffeegetränke volles Aroma haben, werden die Bohnen stets frisch im Kegelmahlwerk zerkleinert – hier zu sehen aus Metall, es gibt sie aber auch aus Keramik. Der Mahlgrad muss auf die Kaffeesorte bzw. die Röstung abgestimmt sein. Es gilt: Je dunkler die Bohnen, desto gröber das Mehl. Zu fein gemahlenes Pulver verlangsamt die Durchflussgeschwindigkeit, der Bezug dauert lange, das Getränk schmeckt bitter. Behandelte Bohnen, z. B. karamellisierte, können das Mahlwerk schädigen.

Bei der Zubereitung eines guten Espressos ist der Druck entscheidend: Während in der Filtermaschine das Wasser auf das Kaffeemehl tröpfelt, wird es hier mit Druck befördert und hat eine entsprechend kürzere Kontaktzeit. Dadurch werden u. a. weniger Bitterstoffe und Gerbsäuren freigesetzt. Der Maximaldruck der Pumpe liegt zwar bei 15 bar und mehr, der ideale Brühdruck jedoch bei 7 bis 9 bar.

Das gewählte Getränk entsteht in der Brüheinheit, dem Herzstück der Maschine. Zunächst gelangt Kaffeemehl in den Brühzylinder, wird dort gepresst und mit einer kleinen Wassermenge durchfeuchtet, auch vorbrühen genannt. Das Pulver quillt auf, Aromastoffe sowie Öle werden freigesetzt und erreichen dann beim eigentlichen Brühvorgang die Tasse. Als Letztes wird der trockene Trester in den Abfallbehälter transportiert.

Pflege & Reinigung

Wer lange Freude an seiner Maschine haben will, sollte diese Aspekte auf keinen Fall vernachlässigen. Die meisten Vollautomaten verfügen über Spül- und Reinigungsprogramme, das ist besonders wichtig bei milchführenden Leitungen. Häufig kann die Brühgruppe zum Ausspülen entnommen werden, manche Maschinen reinigen diese aber auch vollautomatisch (z. B. von Jura). Integrierte Wasserfilter verringern den Entkalkungsaufwand.