Kleine Warenkunde Tapeten-Ratgeber

Hochwertige Tapeten liegen im Trend. Aber blicken Sie noch durch bei Vlies, Vinyl oder Metalleffekt? Wir erklären die häufigsten Tapetenarten und sagen, wie sie wirken.

Streifentapete 51242 Marburg

Vliestapeten ...

... erfreuen sich wachsender Beliebtheit und haben bereits einen Marktanteil von über 50%. Der Grund: Ihre kinderleichte Handhabung. Dank dem Trägermaterial aus einem reißfesten Zellstoffvlies kann die trockene Tapetenbahn direkt auf die mit Spezialkleber eingekleisterte Wand aufgebracht werden, das erleichtert vor allem das Tapezieren von Decken. Überstände werden mit dem Cutter abgeschnitten, und sogar kleine Risse im Putz kaschiert das formstabile Material. Dabei sind Vliestapeten in allen erdenklichen Dessins und Farben zu haben. Praktisch: Bei der Renovierung lassen sie sich trocken abziehen.

Papiertapeten

Hier ist das Trägermaterial aus Papier, die Oberfläche kann mit dekorativen Mustern, Streifen oder großen Motiven (Fototapete) bedruckt sein. Ihre Verarbeitung ist nicht ganz so einfach wie die von Wandbelägen auf Vliesträgern, dafür ist sie in jedem Fall atmungsaktiv und umweltverträglich. Die Papiertapete wird auf dem Tapeziertisch eingekleistert und muss dann fünf bis zehn Minuten einweichen. Dabei dehnt sie sich aus. Durch die auf der Wand einsetzende Trocknungsspannung erhält die Tapete ihren strammen und blasenfreien Sitz. Wichtig ist es, für jede Bahn die gleiche Weichzeit einzuhalten, sonst kann es zu Musterverschiebungen kommen. Auch die lange sehr beliebte Raufasertapete gehört in diese Rubrik. Sie besteht aus Papierschichten mit eingearbeiteten Holzfasern.

Strukturtapeten ...

... mit teilweise erhabenen Mustern oder Ornamenten haben eine ausdrucksvolle Wirkung – die Dessins kommen plastisch und damit wertiger zu Geltung. Aufgeflockte Motive bieten sogar ein haptisches Erlebnis. Als Trägermaterial werden Vlies und Papier eingesetzt, Vlies allerdings wesentlich öfter.