Rosen & Stauden: Die schönsten Sorten Gartenreportage Rosengarten

Romantische Rosen und prächtige Stauden sind die Leidenschaft von Ursel Glombiewski. In ihrem Garten bei Dortmund präsentiert sie eine Sammlung der schönsten Sorten!

Rosengarten

Attraktive Pflanzen wecken meinen Jagdinstinkt“, gesteht Ursel Glombiewski. Zu ihren Trophäen zählt z. B. die Rambler rose ‘Bobbie James’. Mit ihren langen Ranken hat sie einen knorrigen Apfelbaum erobert und lässt ihn so für sechs Wochen ein zweites Mal erblühen. Von der Terrasse geht sie hinunter auf den Rasen, den weitläufige Beete mit prächtigen Stauden säumen. Den Teich rahmen schwefelgelber Frauenmantel und Storchschnabel.

Bei ihrer Jagd haben es Ursel Glombiewski vor allem die Englischen Rosen von David Austin angetan. Mittlerweile hat sie fast 100 Stück davon gepflanzt – mit wachsender Tendenz, denn der Brite übertrifft sich stets selbst mit seinen Züchtungen! Es ist die Kombination aus Farbe, Duft und vertrauter Blütenform der gekreuzten Historischen Rosen, die den Charme ausmachen. Weitere Pluspunkte der neuen Sorten: Blattgesundheit und wiederkehrende Blüte. Vor rund zwanzig Jahren – als Ursel und Gerhard Glombiewski Haus und Garten anlegten – waren Austins Preziosen noch Mangelware. Heute aber gibt es sie nicht nur bei „Rosen Jensen-Lützow“ in Glücksburg, sondern auch in vielen Gartenbaumschulen.

Die Renovierung des beinahe 1000 m2 großen Grundstücks war mühsam: Wo sich jetzt samtig grüner Rasen ausbreitet, mussten stabile Betonwege beseitigt werden. Der Schwiegervater und Vorbesitzer hat sie einst eigenhändig gegossen. In dieser Tradition entstand auch die Stützmauer für die Terrasse. Glombiewskis hatten Quader aus Sandstein im nahen Steinbruch selbst ausgesucht. Polsterstauden verleihen der ganz ohne Mörtel gesetzten Mauer heute blütenreiche Eleganz.

Im Mai verbringt das Ehepaar seine Freizeit draußen: Tagsüber nutzt es den Freisitz, abends ist die geräumige Pergola im hinteren Bereich der Favorit. Dort habe ich weitere Lieblinge gesetzt: zwei weiße Seidenglyzinien.“ ‘Shiro Kapitan Fuji’ (Wisteria brachybotrys)wird nur vier Meter hoch. Früher wurden Exemplare weit größer und blühten ohne Veredelung erst nach 15 Jahren. „Die neue Sorte ist sensationell besser – ganz abgesehen vom tollen Duft und dem Flor im ersten Jahr“, erzählt die Hobbygärtnerin. „Meine neueste Trophäe ist eine wenig bekannte Englische Rose: ‘Alan Titchmarsh’.“ Sie blüht in dunklem Rosa den ganzen Sommer, duftet herrlich und ist total robust – was für eine schöne Überraschung für Gartengäste der Glombiewskis.

GRÜNE TIPPS:
Rosen versorgen wir mit organischem „Bodenaktivator“ und „Rosendünger“ Ende April und nach dem Flor Mitte Juli (beide Oscorna). Verblühtes schneiden wir tief mit drei Blättern ab, dadurch zeigt der Stock käftigere Neutriebe. Auch der folgende Flor ist wesentlich fülliger. Lavendel kürzen wir dreimal im Jahr: Im April vor dem Austrieb, gleich nach der ersten Blüte und im Herbst nach der zweiten Blüte. So bleibt er jung, verholzt nicht und die Büsche beleben im Winter. Rasen vertikutieren und düngen wir zweimal im Jahr. Gewässert wird er bei uns von Hand – das dauert zwar länger, entspannt aber besser als jede Übung.