Gartenpflege Gartentipps für den März

Ende März ist Frühlingsanfang. Wir verraten, wie Sie Ihren Garten auf den baldigen Frühling vorbereiten können. Die Forsythienblüte ist das Startsignal der Natur für den Frühling: Jetzt dürfen Sie Schmetterlingsstrauch und Rose schneiden sowie Petersilie und Pflücksalat pflanzen.

forsythie seasons

Der phänologische Kalender

An den Beginn des Frühlings, am 20. März halten sich leider selten weder das Wetter noch die Natur. Gärtner und Landwirte richten sich lieber nach dem phänologischen Kalender, also nach dem, was sich draußen gerade tut, ob man nun an der Waterkant lebt, im Weinbauklima oder am Alpenrand. Der phänologische Kalender berücksichtigt biologische Ereignisse wie den Blühbeginn, die Fruchtreife, die Laubfärbung bzw. den Laubfall bestimmter Zeigerpflanzen. Daraus ergeben sich zehn statt vier Jahres­ zeiten. Mit dieser feineren Einteilung lassen sich die besten Start­ bedingungen für Saaten und Pflanzungen oder die optimale Zeit für die Getreideernte er­mitteln. Auch Hob­bygärtner profitie­ren vom Blick in die Natur, vor al­lem beim Start in die Saison.

  • Der Vorfrühling
    Dauer: 37 Tage, ungefährer Zeitraum: Februar/März,  Zeigerpflanze: Das Stäuben der Kätzchen beim Haselstrauch.
  • Der Erstfrühling
    Dauer: 32 Tage, März/April, Zeigerpflanze: Die Blüte der Forsythie
  • Der Vollfrühling
    Dauer: 30 Tage, April/Mai, Zeigerpflanze: Die Blüte des Frühapfels
  • Der Frühsommer
    Dauer: 22 Tage, Mai/Juni, Zeigerpflanze: Die Blüte des Schwarzen Holunders
  • Der Hochsommer
    Dauer: 44 Tage, Juni/Juli/August, Zeigerpflanze: Blüte der Sommerlinde
  • Der Spätsommer
    Dauer: 23 Tage, August (September), Zeigerpflanze: Die Pflückreife des Frühapfels
  • Der Frühherbst
    Dauer: 27 Tage, August/September, Zeigerpflanze: Die Pflückreife des Schwarzen Holunders
  • Der Vollherbst
    Dauer: 25 Tage, Oktober, Zeigerpflanze: Die Stieleiche trägt Früchte
  • Der Spätherbst
    Dauer: 19 Tage, Oktober/November, Zeigerpflanze: Die Blattverfärbung der Stieleiche
  • Der Winter
    Dauer: 106 Tage, November/ Dezember/ Januar, Zeigerpflanze: Der Blattfall der Stieleiche

Beetbearbeitung im März

Staudenbeete bekommen im März eine Dosis gut verrotteten Kompost als Düngung. Die Schicht auf dem Boden sollte etwa 2–3 cm hoch sein. Arbeiten Sie diese mit einem Dreizack oberflächlich in den Boden ein.

Zimmerpflanzen im März

Zimmerpflanzen beginnen wieder zu treiben, ein guter Zeitpunkt, um sie, falls nötig, in frische Erde und die nächste Gefäßgröße umzutopfen. Bilden die Wurzeln noch keinen festen Ballen, kann das noch warten. Eine Portion Dünger brauchen die Pflanzen jetzt aber auf jeden Fall.

Heckenpflanzzeit

Hecken aus Hainbuchen können bei Neupflanzungen ins Geld gehen. Fragen Sie in einer Baumschule nach wurzelnackten Exemplaren. Ihre Pflanzzeit endet bald – und sie sind viel günstiger als getopfte Ware!

Die Heidschnuckenkur

Heidekräuter benötigen nun eine „Heidschnuckenkur“. Anstelle der Schafe kommt bei Ihnen die Gartenschere zum Einsatz. Kürzen Sie die Halb­sträucher etwa um ein Drittel. Dann treiben sie frisch durch und verkahlen nicht von unten.

Vorsicht: Samen, wie die der Radieschen oder Möhren brauchen mindestens acht Grad zum Keimen. Ein Erdbodenthermometer gibt Auskunft, ob es im Beet warm genug ist für die Aussaat.