Roman "Elsa ungeheuer" von Astrid Rosenfeld

Als Elsa in das oberpfälzische Dorf kommt, ist sie ein exzentrisches kleines Ding, das sich die Waden bandagiert und seiner Umwelt viel abfordert.

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Vor allem den beiden Brüdern Lorenz und Karl, die gerade ihre Mutter verloren haben und denen der alkoholbetäubte Vater nichts mehr vorleben kann. Auch Elsa ist einsam, verlassen, untröstlich – das verbindet. Und die Brüder werden Elsa ewig nach hängen, auch noch, als sie in eine spektakuläre Kunstszene reinrutschen und langsam abdriften. Kauzige Figuren, die sie mit großer Zärtlichkeit beschreibt, ein schillerndes Umfeld, schonungslose Handlung – Astrid Rosenfeld kann wunderbar erzählen.

Elsa ungeheuer, Diogenes, 280 S., 21,90 Euro.