So gedeihen Ihre Pflanzen prächtig Tipps & Tricks für schöne Zimmerpflanzen

Mit diesen Tipps fühlt sich jede ihrer Zimmerpflanzen wohl. Probieren Sie sie aus und überzeugen Sie sich!

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So vermeiden Sie Fehlkäufe

Große Pflanzen kosten viel Geld – daher sollte man sie nur beim Fachmann kaufen. Der zeigt Ihnen eine Auswahl, die genau auf Ihren Standort zugeschnitten ist, auf die Exoten unter den Pflanzen müssen sie keineswegs verzichten. Der richtige Standort und eine regelmäßige Pflege sind dabei die wichtigsten Bedingungen.

Schreiben Sie für das Beratungsgespräch Angaben zu Raumgröße, Fenstern und Lage auf und eventuell die Namen der Pflanzen, die dort bereits gut wachsen oder die Sie sich gut vorstellen können. Der Fachmann wird Ihnen dann sagen, welche Pflanzen und Blumen sich besonders gut eignen und welche nicht. Fragen Sie auch in jedem Fall nach den Ansprüchen der Pflanze.

Tipp: Beim Einkauf von April bis Oktober vermeiden Sie Kälteschäden beim Transport.

Der Standort

Sollten Sie von einem Beratungsgespräch aus Zeitgründen oder ähnlichem absehen, können Sie sich auch das Etikett der jeweiligen Pflanze durchlesen, auf diesem befindet sich eine Kurzbeschreibung mit den wichtigsten Eigenschaften der Pflanze.

Einige der Exoten lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme, mögen aber keine Sonne. Andere hingegen mögen schattige Plätze oder sonnige, trockene Orte. Besitzen Sie eine Pflanze, die einen trockenen Standort bevorzugt, dann besprühen Sie die Blätter regelmäßig mit etwas Wasser. Die Blüten sollten jedoch trocken bleiben, ansonsten bekommen sie unschöne Flecken.

Pflanzen für Standorte am Nordfenster

Typische tropische Pflanzen wie der Zierspargel, die Taropflanze oder die Medinilla lassen sich gerne am warmen Nordfenster ohne der prallen Sonne platzieren. Sie brauchen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und ausreichend Wasser, die Blätter sollten regelmäßig begossen werden. Auch Pflanzen, die sehr viel Licht benötigen, fühlen sich an dem Nordfenster wohl, wenn sie direkt davor platziert werden.

Pflanzen für helle und warme Süd- und Westfenster

Tropenpflanzen mögen zwar die Wärme, dennoch können sie auch unter der extremen Hitze leiden. Nie in der direkten Mittagssonne sollten Frauenhaar- und Nestfarne aber auch die Kletterfeigen und Yucca stehen. Schützen können Sie die Pflanzen vor allem mit dünnen Vorhängen oder Jalousien.

Pflanzen für das Ostfenster

Schattenliebende Pflanzen fühlen sich in einem nach Osten ausgerichtetem Zimmer am wohlsten. Sie lieben es kühl, daher eignet sich vor allem das Schlafzimmer als perfekter Standort. Der Grund: Das Schlafzimmer wird nicht so stark beheizt wie die anderen Räume und es wird am Morgen noch nicht besonders warm durch die Sonne.

Tipp: Einige sprichwörtliche "Sonnenanbeter" genießen vor allem im Winter die Kühle an nicht allzu hellen Orten.

Grundregeln der Pflege

Die Pflanzen werden gegossen, wenn das Substrat getrocknet ist. Selbstverständlich benötigen alle Pflanzen Wasser, auf die Menge sollte jedoch geachtet werden, denn was viele nicht wissen, der Wasserbedarf richtet sich nach der Jahreszeit, der Topf- und Pflanzengröße und nach der Pflanzenart. Alle Faktoren spielen bei dem Wachsen und Gedeihen eine wichtige Rolle. Im Winter beispielsweise wird weniger gegossen als in den warmen Monaten. Große Blumentöpfe mit viel Substrat speichern mehr Wasser als kleine.

Tipp: Sumpfpflanzen können nicht genug Wasser bekommen, sie lieben es in der Feuchte zu stehen und zu wachsen. Sie sind die Ausnahme.

Als Faustregel gilt: Je heller und wärmer die Pflanze steht, desto mehr Wasser braucht sie. Flüssigdünger reicht zweimal wöchentlich. Die Fingerprobe zeigt, ob die Erde noch feucht genug ist. Pflanzenkiller: Staunässe im Übertopf!

Bemerken Sie, dass eine Ihrer Pflanzen anfängt zu welken, schauen Sie, ob sich zu viel Wasser im Untersetzer oder Übertopf befindet und gießen Sie es weg. Die meisten Wurzeln faulen, wenn sie dauerhaft im Nassen stehen, die Pflanze beginnt ebenfalls an zu welken.

Die Blattpflege sollte ebenfalls nie aus den Augen gelassen werden. Wenn Sie gerade in Ihrer Wohnung staubwischen, können Sie direkt auch den Staub auf den Pflanzenblättern entfernen. Staubablagerungen behindern die Photosynthese und schwächen die Pflanze.

Der optimale Lichtbedarf

Jede Pflanze benötigt unterschiedlich viel Licht, deshalb wächst auch nicht jede Pflanze überall gleich gut. Wird den Pflanzen Licht verwährt, kommt es zu einem Kümmerwuchs und zu unbelaubten, langen Trieben. Die Blätter fallen herunter, sind weich, die Pflanze wird nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt - die Folge: Schädlinge können auftreten. Wenn Woll- oder Schildlaus für Ärger sorgen, können Sie sie gut mit ungiftigem Paraffinöl außer Gefecht setzen.

Tipp: Achten Sie generell darauf, dass Ihre lichthungrige Pflanze möglichst viel Sonne bekommt, dann erholt sie sich in den meisten Fällen auch schnell wieder. Besonders im Winter fehlt den meisten Pflanzen die Sonne, stellen Sie eine Lampe neben ihr auf und beleuchten Sie Ihre lichthungrigen Pflanzen.

Doch Vorsicht: Zu viel Licht kann auch den Pflanzen schaden, die Farbe der Pflanze kann auf diese Weise verblassen, die Blätter können trocken werden und braune Flecken bekommen. Oftmals handelt es sich dabei um Pflanzen, die einen halbschattigen bis schattigen Standort bevorzugen, zuvor aber der vollen Sonnenseite ausgesetzt waren.

Die richtige Luft ist entscheidend

Tropische Pflanzen leiden oft unter der trockenen Heizungsluft, denn sie sind feuchte Luft gewohnt. Das Problem dabei: Schädlinge wie Schildläuse oder Spinnmilben wachsen unter der heizungstrockenen Luft hervorragend. Um das zu vermeiden, besprühen Sie regelmäßig die Blätter Ihrer Pflanze mit Wasser.

Um die trockene Luft nicht nur für die Pflanzen, sondern auch für sich selbst zu beheben, ist es ratsam, einen mit wassergefüllten Übertopf in der Nähe der Pflanzen aufzustellen. In den Übertopf können Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton geben. Die Pflanze selbst darf nicht im Wasser stehen. Füllen Sie den Übertopf nur mit so viel Wasser, sodass die Drainage nicht vollständig bedeckt ist und die Wurzeln noch Luft bekommen.

Tipp: Der Übertopf sollte größer als das Pflanzengefäß sein, so kann der Wasserdampf nach oben steigen.