"Bielefelder Werkstätten" Gepolsterte Meisterstücke

Die „Bielefelder Werkstätten“ stehen für hochwertige Polstermöbel. Stoffe mit Dessins zeigen die handwerkliche Qualität auf den ersten Blick: Das Muster wird ohne optische Brüche verarbeitet.

Madison Bielefelder Werkstätten

Gedeckte Farben und Cremetöne, edel glänzende Stoffe, dezente Muster, zeitlose Formen, der Duft von Leder – mein Besuch der „Bielefelder Werkstätten“ (BW) beginnt im Showroom. Etwas müde von der Autofahrt nehme ich auf dem kubischen Sofa „Inspiration“ Platz und bin begeistert von so viel Sitzkomfort. Später erfahre ich, es ist das derzeit erfolgreichste Modell. Dann kommt der spannende Blick hinter die Kulissen: Betriebsleiter Meinolf Helmig und der kaufmännische Leiter Andreas Seufferle führen mich durch die Räume, in denen die gepolsterten Meisterwerke entstehen.

Wir durchqueren das imposante Lager, gefüllt mit über 400 eigenen BW-Stoffen, fünf Lederqualitäten und Stoffen der Unternehmensmutter JAB Anstoetz. Der Zuschnitt ist die Königsdisziplin, denn hier wird entschieden, wie das Muster später über das Möbel läuft – es soll ja keine unschönen Brüche geben. Das erfordert gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Katharina Schäferhenke hat hier gelernt und ist heute Meisterin. Mit Schablonen überträgt sie die Umrisse der Bezugteile auf den Stoff. Sie platziert die Vorlagen mit viel Bedacht. „Damit etwa dieser Boden musterpassend an die Oberplatte des Sitzkissens genäht werden kann, muss ich genau auf den Rapport des Stoffs achten“, erklärt sie mir. „Und wenn zum Längs muster noch ein kniffliger Querrapport kommt, ist besonderes Knowhow gefragt“, ergänzt die Spezialistin.