Am Puls der Zeit Design feiert Geburtstag

Aus Frankreich kommen Champagner, Chansons – und Ligne Roset. Spezialität des Hauses ist Design zum Genießen. Es wurde gerade 150 Jahre jung. Ein Grund mehr, merci zu sagen!

Sofa-Sessel und Hocker Ligne Roset

Sabine Böhm ist die Deutsche im Führungsteam
 des französischen Unternehmens. Sie hat sich einst regelrecht in die Marke verliebt. Ihre Aufgaben sind vielseitig, heute formt und koordiniert sie als Marketingchefin den internationalen Auftritt von Ligne Roset.

Mit der Zeit gehen – oder sogar ihr voran, so könnte das Motto von Ligne Roset lauten. Der Gründer des Unternehmens, Antoine Roset, ließ sich 1860 in Oussiat bei Pont-d’Ain nieder. Er fertigte Griffe für Gehstöcke und Damenschirme aus dem Holz der nahen Buchenwälder. Als solche Schirme Ende des 19. Jahrhunderts aus der Mode kamen, stellte er Stuhlbeine und Sprossen für Lehnen her. Der erste Schritt in Richtung Möbelproduktion war getan.

Mehr als 150 Jahre später führen Antoines Urenkel Pierre und Michel das französische Unternehmen, das spätestens seit den Sechziger-Jahren ein Global Player ist. 1967 eröffnete die Firma ihre erste Niederlassung in Deutschland, heute gibt es Shops in 71 Ländern und allen Metropolen dieser Welt. Das Erfolgsrezept? Es geht vor allem um Qualität, gutes Handwerk – und exzellentes Design. Der Entwurf eines der Bestseller fällt in das offizielle Gründungsjahr der Marke Ligne Roset, die bis dahin lediglich unter Roset firmiert hatte: 1973 kreierte Michel Ducaroy "Togo". Das überdimensionale Sitzkissen traf den Nerv der Zeit und zählt nach wie vor zu den bekanntesten Polstermöbeln weltweit.

Von dem Sessel, Sofa und Hocker wurden in den letzten vierzig Jahren über 1,2 Millionen Stück verkauft. Damit avancierte "Togo" zum größten wirtschaftlichen Erfolg des Familienunternehmens. Schon vor Jahren kamen die Rosets auf die Idee, ihre Kollektion durch Accessoires wie Vasen und Leuchten zu erweitern. Diese Bandbreite und das hohe kreative Niveau bringen ihnen immer wieder Designpreise ein.

Heute sind rund 70 Designer für Ligne Roset tätig, zu ihnen zählen die derzeit prominentesten französischen Gestalter, die Brüder Ronan und Erwan Bouroullec, oder die originelle Inga Sempé, Tochter des Illustrators vom "Kleinen Nick". Aber auch junge Kreative wie Benjamin Graindorge oder Philippine Lemaire gehören zum Team. Und manchmal gibt es Premieren der besonderen Art: 2008 stellte Ligne Roset die poppige Polstermöbelserie "Pumpkin" des damals 81-jährigen Pierre Paulin vor. Er hatte sie bereits 1971 für den Élysée-Palast, den Amtssitz des französischen Staatspräsidenten in Paris, entworfen.

 

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