Energielexikon Fachbegriffe von A bis Z

Energiesparen: EnEV, Photovoltaik, U-Wert? Was sich dahinter verbirgt, erläutern wir in unserem Wegweiser mit den wichtigsten Schlagworten.

Energiespar Lexikon

Blower-Door-Test: Dieses Verfahren prüft per Unterdruck die Luftdichtheit eines Hauses bei geschlossenen Fenstern und Türen. Eine niedrige Luftwechselzahl belegt: Die Fassade ist dicht und es geht wenig Energie verloren.

Brennwerttechnik: Sie nutzt die im Brennstoff (Öl, Gas, Pellets) enthaltene Energie, indem sie auch die Restwärme im Abgas durch Kondensation des enthaltenen Wasserdampfs gewinnt – besser als Niedertemperaturkessel.

Effizienzhaus: Der von der KfW geschaffene Begriff bezieht sich auf den Energiestandard von Wohnhäusern und ist Grundlage für die Vergabe von Fördergeldern.

Energieausweis: Er darf nur von zugelassenen Experten ausgestellt werden und belegt, wie hoch der Jahresprimärenergiebedarf eines Gebäudes ist. Er muss bei der Neuvermietung und beim Verkauf eines Hauses dem Mieter/Käufer vorgelegt werden.

Energieeinsparverordnung (EnEV): Sie legt gesetzlich fest, wie hoch der Energiebedarf von neuen Häusern und sanierten Altbauten maximal sein darf. Zuletzt wurden die Grenzwerte im Herbst 2009 verschärft, die nächste Veränderung steht 2012 ins Haus.

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWG): Es fordert verbindlich, wie hoch der Anteil an regenerativen Energien wie Sonnenlicht, Biomasse oder Erdwärme zum Beheizen eines Neubaus sein muss. Alternativ können Hausbesitzer auch eine extrem gute Dämmung wählen.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Es schreibt Mindestvergütungen für Ökostrom vor, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Sätze werden über 20 Jahre gezahlt.

Jahresprimärenergiebedarf: Er beziffert die gesamte Energie, die in einem Haus für Heizen, Lüften, Warmwasser und an Strom für haustechnische Hilfsgeräte (z. B. Pumpen) verbraucht wird. Man misst ihn in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a). Darin ist auch berücksichtigt, wie viel Energie für die Produktion und den Transport von Erdgas, Heizöl, Holzpellets oder Strom anfällt: Dabei gilt Strom als verschwenderisch, Holz als sparsam. [ pagebreak ] 

Passivhaus: Es hat einen sehr niedrigen Energiebedarf. Nach Definition des Passivhausinstituts Darmstadt darf der reine Heizwärmebedarf max. 15 kWh/m2a betragen und der Jahresprimärenergiebedarf 120 kWh/m2a nicht überschreiten.

Photovoltaik: Diese Technik gewinnt Strom aus Sonnenlicht. Der erzeugte Gleichstrom wird in Wechselstrom umgewandelt, selbst verbraucht oder gegen ein per EEG festgelegtes Entgelt ins Netz eingespeist.

Pellets: Genormte Presslinge aus unbelasteten Holzresten. Sie enthalten kaum Wasser, punkten daher mit einem noch höheren Brennwert als Holzscheite.

Plus-Energie-Haus: Es erzeugt mehr Energie, als es verbraucht. Das gelingt durch einen sehr hohen Dämmstandard, sehr niedrigen Energiebedarf und das Erzeugen von kostenlosem Solarstrom, der entweder vergütet oder selbst verbraucht wird.

Smart metering: Intelligente Stromzähler messen laufend den Verbrauch von Elektrogeräten. So lassen sich Stromfresser identifizieren und Strom etwa dann zum Waschen nutzen, wenn er im Laufe des Tages am billigsten ist. In naher Zukunft sollen die Zähler den Betrieb der Geräte selbst steuern können.

Solarwärme: Die im Sonnenlicht enthaltene Energie wird von Kollektoren gesammelt und gespeichert, um damit warmes Brauchwasser zu erzeugen. Da Sonne unerschöpflich ist, zählt sie zu den regenerativen Energiequellen.

U-Wert: Der sogenannte Wärmedurchgangswert gibt an, wie viel Wärme pro Sekunde durch eine Bauteilfläche zieht, etwa die Außenwand oder ein Fenster. Die Maßeinheit ist Watt durch Quadratmeter mal Kelvin (W/m2K). Je niedriger die Zahl, desto geringer ist der Wärmeverlust durch das Bauteil.

Wärmepumpe: Sie erschließt die in Luft, Boden oder Grundwasser gespeicherte Energie der Sonne nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip.