Frische Atemluft für Ihr Zuhause Moderne Lüftungstechnik

Neue oder renovierte Gebäude sind gut gedämmt und perfekt abgedichtet, das senkt die Heizkosten. Doch wie kommt Frischluft ohne Energieverlust nach innen? Lüftungstechnik löst das Problem.

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Kochen, duschen und Blumen gießen produziert Wasserdampf, mit jedem Atemzug wird Kohlendioxid ausgestoßen, durch Kleidung oder Lebensmittel kommen unangenehme Gerüche ins Haus: Das alles belastet die Raumluft und kann zu Konzentrationsschwäche führen. Zudem fördert Feuchtigkeit an kühlen Wänden Schimmelbildung. Grund genug für einen regelmäßigen Luftaustausch. Wer die Fenster öffnet, lässt zwar Frischluft herein. Mit der verbrauchten Luft entschwindet aber auch teure Heizenergie. Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung z. B. garantiert einen regelmäßigen Luftwechsel ohne Energieverlust, ganz automatisch nach Bedarf.

Lüftungskonzepte für Alt- und Neubau

Neben zentralen Lösungen, deren Kosten je nach Wohnfläche rund 7000 Euro betragen, gibt es dezentrale Geräte für einzelne Räume. Sie müssen an einer Außenwand montiert sein, damit Frischluft angesaugt und Fortluft, die restlos verbraucht ist, ins Freie geblasen werden kann. Auch hier kann man ein Modell mit Wärmetauscher wählen: Der Montageaufwand ist geringer, man braucht kein Luftverteilungssystem, und die Kosten sind mit 1000 Euro deutlich niedriger. Dritte Möglichkeit: Eine zentrale Abluftanlage ohne Rückgewinnung, die verbrauchte Luft aus dem Haus transportiert, kostet etwa 4000 Euro.

Welche Variante man auch wählt: Lüftungen funktionieren nur richtig, wenn die Gebäude rundum gut gedämmt sind. Umgekehrt erfordert eine dichte Hülle auch zwingend eine Technik für ausreichenden Luftwechsel. Bei Neubauten wird das sofort eingeplant. Im Altbau hängt die Montage eines Lüftungssystems vom Dämmstandard nach dem Sanieren ab: Es ist vorgeschrieben, wenn mehr als ein Drittel der Fenster ausgetauscht oder mehr als ein Drittel der Dachfläche eines Einfamilienhauses neu abgedichtet wurde. Den Gebäudecheck übernimmt ein Experte. Er sorgt zugleich dafür, dass die Platzierung des Geräts, die Luftgeschwindigkeiten in den Kanälen und die Lage der Luftauslässe in den einzelnen Zimmern stimmen, sonst entsteht unangenehme Zugluft.

Autor: Judith Preuß

Quelle: Zuhause Wohnen, Ausgabe 02/2011