Fördermittel Sanieren mit staatlicher Unterstützung

Vor wenigen Monaten haben sich die Förderrichtlinien für viele Sanierungsmaßnahmen geändert. ZUHAUSE WOHNEN sagt, wie Sie an einen Kredit oder Zuschuss kommen. Wichtig: nicht zu lange warten.

Sanierung

Die energetische Sanierung einer Wohnung oder eines Hauses ist komplex. Deshalb ist die Wahl der richtigen Maßnahme und die Festlegung einer sinnvollen Reihenfolge nicht immer einfach. Wichtig ist die langfristige Planung, am besten gemeinsam mit einem unabhängigen Energieberater. Der hilft, einen Sanierungsfahrplan zu entwickeln.

Generell gilt: Die Rentabilität ist dann am höchsten, wenn sowieso Veränderungen anstehen. Wenn Sie etwa eine schadhafte Fassade ausbessern lassen, sollten Sie auch über Wärmedämmung nachdenken. Dann fallen die Kosten für Gerüst und Streichen nur einmal an. Müssen Sie Ihr Dach neu decken, sollte eine bessere Isolierung selbstverständlich sein. Notwendig ist es aber, dabei auch geplante Maßnahmen wie eine spätere Dämmung der Fassade zu bedenken. Dazu sind in der Regel breitere Dachvorsprünge erforderlich. Denken Sie darüber nach, Photovoltaik oder Solarthermie zu nutzen. Auch das sollten Sie bei einer Sanierung des Dachs bedenken und dafür sorgen, dass es die späteren Lasten tragen kann. Vielleicht entscheiden Sie sich ja gegen Ziegel und für eine Dachdeckung, die ganz aus Solarthermie und Photovoltaik besteht?

VORAUSDENKEN GILT ALLERDINGS AUCH bei der Heizung. Oft ist gerade hier schnelles Handeln notwendig, da ein Ersatz erst dann gesucht wird, wenn die Heizung ausfällt. Wenn Sie also damit rechnen müssen, dass Ihr Heizkessel den Geist aufgibt, ist es gut, mögliche Alternativen bereits zu kennen. Welche Technologien kommen überhaupt infrage? Sind dafür behördliche Genehmigungen notwendig, etwa für Bohrungen bei Erdwärmepumpen? Brauche ich nicht nur eine neue Heizung, sondern auch einen neuen Speicher? Passt die geplante Heizung zu den bestehenden Heizkörpern? Sind eventuell Flächenheizungen sinnvoll? Diese und weitere Fragen sollte Ihnen Ihr Energieberater beantworten können, und zwar möglichst technologieneutral. Und: Viele Maßnahmen werden 2011 besser gefördert als danach. In der Diskussion sind derzeit noch Steuererleichterungen für die Gebäudesanierung. Wer zinsverbilligte KfW-Kredite in Anspruch nimmt, kann aber keine Ausgaben von der Steuer absetzen. Nun sind Sie am Zug.

Autor: Pia Grund-Ludwig

Quelle: Zuhause Wohnen, Ausgabe 10/2011